Ich muss ja gestehen, diese Koch-Rubrik ist ziemlich fleischlastig und wenig geeignet für Vegetarier. Ich habe mich auch schon nach fleischlosen Rezepten umgesehen, aber das waren dann immer nur Beilagen-Rezepte. Ich gebe nicht auf.
Heute gibt es wieder Fleisch, und davon nicht wenig. Ich lasse mir aus Deutschland meine monatlich erscheinende Kochzeitschrift nachliefern. Und in der vorletzten Ausgabe sind wir über etwas gestolpert, das wegen des Lamms und der Minze hervorragend nach Irland passt. Also, nachgekocht und für euch fotografisch festgehalten... Auf zum Rezept.
Gefüllte Lammbulette
für 2-3 Portionen
40 Minuten Vorbereitung, 1 Stunde Kühlen und 20 Minuten Garzeit
Zutaten:
1 kleine rote Paprikaschote
1 kleine Zwiebel
3 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer
Chiliflocken
1-2 Stiele Minze
25g Schafskäse (Feta)
1/2 altes Brötchen
250g Rinderhackfleisch
250g Lammhackfleisch
1 Ei (M)
1 Paprika vierteln, entkernen und klein würfeln. Zwiebel in feine Streifen schneiden. 1 EL Öl in einer Pfanne erhitzen, Paprika und Zwiebel darin bei mittlerer Hitze 10-15 Minuten weich dünsten. Mit Salz, Pfeffer und Chili würzen, in eine Schüssel geben und abkühlen lassen. Minzblättchen von den Stielen zupfen und zum Gemüse geben. Schafskäse grob zerbröseln und zugeben, alles vorsichtig mischen.
2 Brötchen in lauwarmem Wasser einweichen und sehr gut ausdrücken. Rinder- und Lammhack mit Ei, Brötchen, Salz und Pfeffer mit den Händen durchkneten. Hackmasse in zwei (drei) Portionen teilen. Eine Portion flach drücken. Eine Hälfte (ein Drittel) der Paprika-Schafskäse-Füllung) mittig darauf verteilen. Hack über der Füllung zusammendrücken und feuchten Händen zu einer Bulette formen. Auf diese Weise insgesamt zwei (drei) Buletten formen. Buletten 1 Stunde abgedeckt kalt stellen.
3 2 EL Öl in einer großen beschichteten Pfanne erhitzen. Buletten darin bei starker Hitze auf jeder Seit 1 Minute anbraten, herausnehmen und auf einem Backblech verteilen. Im vorgeheizten Backofen bei 200° (Umluft) auf der zweiten Schiene von unten 20 Minuten garen. Buletten aus dem Ofen nehmen, kurz abkühlen lassen und mit den Ofen-Pommer servieren.
Nun aber zu den Ofen-Pommes. Ich habe mit der Vorbereitung begonnen, als die Buletten im Kühlschrank waren. Zeitmanagement ist alles, wenn man möchte, dass alles gemeinsam fertig wird und gegessen werden kann.
Ofen-Pommes
für 2-3 Portionen
Zubereitungszeit 20 Minuten, Garzeit 40 Minuten
Zutaten:
1 Süßkartoffel, ca. 250g
1-2 Kartoffeln, ca. 300g
1 Zweig Rosmarin
2 EL Olivenöl
grobes Meersalz
1 Süßkartoffel und Kartoffeln schälen, waschen, gut abtropfen lassen, längs halbieren, in Spalten schneiden und auf einem Backblech verteilen. Rosmarinnadeln von der Nadeln zupfen und darüber streuen, Öl darüber träufeln und mit den Händen gut mischen.
2 Pommes im vorgeheizten Backofen bei 200° am besten bei Umluft auf der zweiten Schiene von unten 40 Minuten braun und knusprig garen.
3 Pommes aus dem Backofen nehmen, mit Meersalz würzen.
Das bedeutet: Die Pommes kommen in den Ofen, nach ca. 15 Minuten habe ich die Pfanne für die Buletten vorbereitet. Nachdem diese angebraten waren, habe ich die Pommes auf dem Backblech einmal hin- und herbewegt und sie an den Rand geschoben. Die Buletten habe ich in die Mitte des Backblechs platziert und alles gemeinsam für die restlichen 20 Minuten gebacken.
Uns hat es mal wieder gar köstlich geschmeckt. Vielleicht habt ihr am Wochenende ja Zeit und Lust es auch einmal zu probieren. Freue mich auf eure Kommentare!
Freitag, 30. Januar 2015
Sonntag, 25. Januar 2015
Unsere Grüne Insel (1) - Dodder, der Fluss von nebenan...
Manchmal muss man gar nicht weit fahren, um schöne Orte zu sehen. Manchmal reicht es das Haus zu verlassen und ein paar Schritte zu gehen.
Letzten Sonntag haben wir uns auf Entdeckungstour begeben. Ziemlich direkt vor unserer Haustür, auf der anderen Straßenseite fließt der Dodder vorbei. Von seinem Ursprung in den Wicklow Mountains legt er gerade mal 26 Kilometer zurück, bevor er neben dem Grand Canal in die Liffey mündet. Dennoch gehört er zu den drei Hauptflüssen in Dublin.
Wir haben, wie gesagt das Glück, dass er direkt bei uns vorbeifließt, denn sein Ufer hat uns vergangenes Wochenende zu einem Spaziergang eingeladen. Die Kamera musste natürlich mit. Warum neben dem "Dropping Well", einem sehr netten Pub bei uns in der Nähe eine Nashorn-Statue im Wasser steht habe ich bisher nicht herausbekommen.
Ich freue mich schon darauf, wenn die Bäume wieder grün sind. Habe ich schon mal erwähnt, dass Weiden meine Lieblingsbäume sind? Trotzdem ist es erstaunlich wie grün hier trotz der Jahreszeit alles ist. Irland hat den Namen "Grüne Insel" nicht ohne Grund.
Und jetzt machen wir uns auf den Weg, neue Ecken zu erkunden...
Und jetzt machen wir uns auf den Weg, neue Ecken zu erkunden...
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