Seit Monaten habe ich mich schon darauf gefreut, nachdem mir eine Kollegin davon vorgeschwärmt hatte: Bloom in the Park.
Morgen ist bei uns Feiertag, der erste Montag im Juni, June Bank Holiday. Und am June Bank Holiday Wochenende ist in Dublin immer eine Menge los. Unter anderem ist dieses Wochenende auch das Dublin Port Riverfest, die Hauptattraktion ist aber eben Bloom in the Park.
Also haben wir uns mit unserem Besuch aufgemacht in den Phoenix Park, wo das Garten- und Food-Festival dieses Jahr zum 9. Mal stattfindet. Auch wenn wir längst nicht alles gesehen haben, hat es uns allen glaube ich sehr gut gefallen.
Angefangen haben wir im Food Village, wo wir uns an allen Ständen durchprobiert haben. Und egal was es gab, für alles gilt: es kommt aus Irland. Schinken, unglaublich viel Schinken, Obst & Gemüse, Milchprodukte, Kuchen, Kartoffelchips, ... Ich kann euch sagen, zwischenzeitlich habe ich geglaubt ich würde heute kein Abendessen mehr brauchen.
Unser Besuch ist dann mit den beiden Kleinen in der Kinderecke hängen geblieben und Jan und ich haben uns noch einmal zu den Pflanzen durchgeschlagen. Irgendwie - und ich kann es immer noch nicht ganz fassen - haben wir widerstanden und nichts eingekauft. Meinen Allium habe ich schon auf dem Balkon, Lupinen und Lavendel findet Jan nur toll, wenn man wirklich viel davon hat und die Riesen-Strelitzie für 150,- € war uns dann doch etwas zu sperrig und zu teuer.
Das Wetter mit den immer mal wieder einsetzenden Regen- und Hagelschauern hat uns dann doch ein wenig gebremst. Und der Tag hätte noch ein paar mehr Stunden haben können. Wir wissen schon, wo wir nächstes Jahr um diese Zeit werden. Und wenn ihr für morgen noch nichts vorhabt, dann nichts wie hin in den Phoenix Park! Danke für den Tipp, Saskia!
English version:
I have been looking forward to this since one of my colleagues told be about Bloom in the Park.
Tomorrow is the first Monday in June, June Bank Holiday. And the June Bank Holiday weekend is always very busy in Dublin. There are a lot of things going on. Among other things there is Dublin Port Riverfest but I think Bloom in the Park is the main attraction.
So together with our friends who are currently visiting us we went to Phoenix Park where the Garden- and Food-Festival is taking place for the ninth time this year. Even if we haven't seen everything I think we all liked it.
We started in the Food Village where we got free samples everywhere. Everything was local Irish: ham, lots of ham, fruits and vegetables, dairy, cakes, crisps, ... I have to tell you at some stage I thought I wouldn't need anything for dinner today.
When our friends got stuck in the kids corner with their two children Jan and myself headed towards the plants. Somehow - and I still don't get it - we didn't buy anything. I already have my Allium on the balcony, Jan only likes lupines and lavender when there a lots of them and the giant strelitzia for 150.- € was too bulky and too expensive for us.
The sudden rain and hail showers stopped us a little bit. And it would have been nice if the day had been a little longer. But we already know where we will be next year. And if you don't have any plans for tomorrow by now go to Phoenix Park! Thanks a mill Saskia, it was a perfect recommendation!
Sonntag, 31. Mai 2015
Freitag, 29. Mai 2015
Kulinarisches Irland (21) - Fish & Chips
Auf der Suche nach tollen neuen Rezepten stoßen wir immer mal wieder auf (zumindest in Irland) bekannte Personen. Dieses Mal haben wir virtuelle Bekanntschaft mit Donal Skehan gemacht. Ein junger Bursche, noch keine 30, aus Dublin stammend, mit 21 einen Food-Blog gestartet, inzwischen hat er mehrere TV-Shows gehabt, mehrere Kochbücher veröffentlicht und ganz nebenbei war er auch mal in einer irischen Boyband und hat am irischen Vorentscheid zum Eurovision Song Contest 2008 teilgenommen. Auf jeden Fall ist er es wert, dass man sich seinen (Koch-)Künsten mal ein wenig näher begibt. Von seinem musikalischen Talent habe ich mir jetzt kein Bild machen wollen.
für 2 Personen
Zutaten:
2 Fischfilets
einige Babykartoffeln, je nach Hunger
Mehl
kaltes Bier
grobes Meersalz, Pfeffer
Butter
1l Sonnenblumenöl
Zitrone
1 Hand voll TK-Erbsen
einige Blätter frische Minze
1 Fangen wir mit den Kartoffeln an. Diese werde (roh) in die Mulde eines Kochlöffels gelegt und dann mit einem scharfen Küchenmesser ungefähr alle 3mm eingeschnitten. Der Kochlöffel verhindert, dass man komplett durchschneidet. Keine Angst, es ist wirklich einfach und dauert auch gar nicht so lange. Die Kartoffeln werden dann mit der nicht eingeschnittenen Seite auf ein Backblech gelegt und mit zerlassener Butter bepinselt, anschließend mit groben Meersalz bestreut und für gut 45min in den auf 200° C vorgeheizten Ofen geschoben. Dann ist erst einmal Pause, denn der Fisch braucht nicht lange.
2 Nach gut einer halben Stunde geht es weiter: Der Fisch (enthäutet) wird rundum mit Salz und Pfeffer gewürzt und in einer Schüssel mit Mehl gewendet. Anschließend wird dem Mehl kaltes Bier hinzugeben und gut verrührt, gerade so viel, dass ein leicht flüssiger, glatter Teig entsteht. Darin werden die Fischfilets nun gewendet und dann direkt in einen hohen Topf mit gut 1l heißem Sonnenblumenöl für ungefähr 5 Minuten knusprig golden frittiert. Danach auf ein Stück Küchenpapier legen, damit der Fisch etwas vom überschüssigen Fett verliert.
3 Die TK-Erbsen werden zeitgleich in einem kleinen Topf mit 1 EL Butter gedünstet. Ein bisschen Salz und Pfeffer sowie ein paar Miniblätter (ganz nach Geschmack) dazu und alles gut pürieren - das muss nicht absolut fein sein.
4 Der Fisch wird mit den Kartoffeln, dem Erbsen-Minz-Püree und ein Zitronenspalten serviert. Dazu wird noch Ketchup oder Remoulade gereicht und ein ordentliches Bier dazu getrunken. Perfektes Pub-Feeling für zu Hause.
Zwei Dinge muss ich noch erwähnen:
Der gute Donal hat in seinem Rezept Mengenangaben gemacht. Davon habe ich mich komplett entfernt und einfach mal nach Gefühl gekocht. Das ist bei diesem Rezept dringend zu empfehlen. Eine weitere Empfehlung: sucht mal nach Donal Skehan und seinem Food-Blog, absolut lohnenswert!
Das Andere sind die Kartoffeln. Diese spezielle Form der Zubereitung nennt sich Hasselback Kartoffeln. Ich musste natürlich recherchieren wo das herkommt. Und ich bin fündig geworden. Diese witzigen, originellen, köstlichen kleinen Dinger wurden wohl im Hotel-Restaurant Hasselbacken auf Djurgarden in Stockholm erfunden und erstmals serviert. Daher der Name. Auf jeden Fall weiß ich, dass es die in Zukunft häufiger bei uns geben wird. Und vielleicht ja auch bei euch!?
Habt wie immer ein schönes Wochenende!
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