Dienstag, 14. Oktober 2014

Indian Summer (12) - Von schnellen Schiffen und donnernden Löchern

Wenn die Schäls verreisen, dann wird wenig dem Zufall überlassen. Während Jan öfters gerne mal spontan wäre, liebe ich es alles genau durchzuplanen. Mit der Planung für diesen Urlaub haben wir vor mehr als einem Dreivierteljahr begonnen. Bis Jan in die Planung einbezogen wird habe ich meistens schon eine relativ konkrete Vorstellung unserer Route. So war es auch dieses Mal. Am Ende hatten wir eine DIN A4-Seite mit einer Word-Tabelle, in der für jede Nacht unseres Urlaubs ein Hotel gebucht war, und in der interessante, mögliche Zwischenhalte sowie geplante Aktivitäten eingetragen sind. Und erstaunlicherweise hält sich auch dieses Mal das Wetter wieder einmal genau an unseren Plan, so dass wir heute, wie vor fast 10 Monaten geplant, bei bestem Wetter in Bar Harbor eine Whale Watching Tour machen konnten.


Dadurch fing unser Tag ziemlich entspannt an, denn die Tour sollte erst um 12:00 beginnen. Wir mussten allerdings schon etwas früher zum Boarding dort sein und haben auf dem Weg zum Pier noch ein bisschen des historischen Ortes, der auch tatsächlich schon fast 150 Jahre alt ist, zu Gesicht bekommen. Mit einem Katamaran sind wir auf der Suche nach Walen aufs offene Meer gefahren. Dreieinhalb Stunden und 100 Meilen später und ohne einen einzigen Wal gesehen zu haben, haben wir wieder am Pier angelegt. Schön war es trotzdem und - ich bin selbst ein wenig überrascht - ich bin nicht mal sauer oder enttäuscht keinen Wal gesehen zu haben. Die Reederei bietet aber eine Wal-Garantie und so könnten wir mit unserem Ticket von heute an innerhalb der nächsten drei Jahre noch einmal eine Tour mit denen machen. Wir haben kurzzeitig überlegt, ob wir uns morgen nochmal aufs Boot setzen, aber uns dann doch dagegen entschieden.


Danach mussten wir uns beim Afternoon Tea in unserem B&B erst einmal wieder richtig aufwärmen, denn trotz des fantastischen Wetters ist es auf dem Ozean irgendwann sehr kalt geworden. Um uns gebührend vom Acadia National Park zu verabschieden haben wir dann noch die Loop Road, die wir gestern vorzeitig abgebrochen haben, komplett befahren und all die Schönheiten, wie das "Thunder Hole", genossen. An dieser einen Stelle hat das Meer eine Grotte in den Granitfelsen gewaschen. Es klingt wie ein Donnerschlag, wenn die Wellen hineinschlagen und die Menschen, die dieses Soekatkel genießen, geduscht werden.


Morgen geht's weiter und wir sind sehr gespannt, ob unsere nächste Unterkunft noch traumhafter werden kann als diese hier. Die Möglichkeit besteht...

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